Topinambur

Vom Viehfutter zur „Delikatesskartoffel“: Topinambur

Erdbirne, Schweinebrot oder Rosskartoffel, so nennt der Volksmund die bräunliche ingwerähnliche Knolle. Das ehemalige Grundnahrungsmittel hatte sich nach dem Siegeszug der Kartoffel in Europa zunächst zum „Armeleuteessen“ und dann, wie die Namen schon zeigen, zum Viehfutter entwickelt. Erst in der letzten Zeit ist der Topinambur wieder als Spezialität in Mode gekommen - und das aus gutem Grund: Mit gerade mal 20 kcal pro 100 g ist die Knolle eine kalorienarme Beilage. Der enthaltene Mehrfachzucker Inulin, wirkt zudem als Ballaststoff und lässt den Blutzuckerspiegel sinken. So erzeugt Topinambur ein gutes Sättigungsgefühl und kann von Diabetikern ohne Bedenken genossen werden.

Im eigenen Garten gezogen ist die Verwandte der Sonnenblume eine schöne gelbleuchtende Blume, die jedoch schnell überhand nimmt. Hier schafft eine Wurzelsperre Abhilfe.

Tipps rund um den Topinambur:

  • Topinambur lässt sich nicht so gut lagern wie Kartoffeln, da die Knollen schneller Wasser verlieren. Einige Tage können die Knollen jedoch gut im Kühlschrank aufgehoben werden. Es empfiehlt sich, die Knollen erst kurz vor der Zubereitung von der restlichen Erde zu befreien.
  • Topinambur können roh oder gekocht verzehrt werden.
  • Nach dem Schälen färben sich die Knollen sehr schnell braun. Dies ist ungefährlich, sieht jedoch nicht so schön aus. Um die Verfärbung zu verhindern, sollten die Knollen zügig verarbeitet werden und ggf. mit Zitronensaft oder Dressing beträufelt werden.

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