"Einkaufen auf dem Bauernhof" steht für klare Regeln

Bauernhöfe, die das Zeichen „Einkaufen auf dem Bauernhof“ führen, haben festgelegte Nutzungsbedingungen zu erfüllen (EadB-Nutzungsbedingungen). Diese von der „Fördergemeinschaft Einkaufen auf dem Bauernhof“ beschlossenen Regeln gelten bundesweit. Die wichtigsten Regeln der Nutzungsbedingungen sind:

  • Nur landwirtschaftliche Unternehmen können Zeichennutzer werden.

Dazu gehören Unternehmen der Forst- und Landwirtschaft einschließlich des Garten- und Weinbaus, der Fischzucht und Teichwirtschaft. Dies schließt Imkereien, Wanderschäfereien sowie Binnen- und kleine Hochsee- und Küstenfischereien mit ein. Eine Zeichennutzung ist auch dann möglich, wenn die Verarbeitung und Vermarktung aus handwerksrechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Gründen in einem angegliederten Gewerbebetrieb erfolgt, soweit festgelegte Zukaufsgrenzen eingehalten werden. Nicht möglich ist die Zeichennutzung für Betriebszusammenschlüsse, Genossenschaften oder reine Gewerbebetriebe.

  • Werden zur Ergänzung des eigenen Angebotes Produkte anderer Direktvermarkter angeboten, so muss dies unter Benennung des Erzeugernamens für den Kunden nachvollziehbar sein.
  • Werden Produkte angeboten, deren Herkunft nicht der landwirtschaftlichen Direktvermarktung zuzuordnen ist, so darf der damit erzielte Umsatz maximal 20% betragen (bezogen auf den Gesamtumsatz der Direktvermarktung). Zeichennutzungsberechtige Direktvermarkter müssen über eine ausreichende Sachkunde verfügen.
  • Abschluss in einem zur Agrarwirtschaft gehörenden Ausbildungsberuf oder Sachkundenachweis Pflanzenschutz bzw. Nachweis über die ökologische Wirtschaftsweise
  • Nachweis betrieblicher Eigenkontrollen in Anlehnung an die Hygieneleitlinie für Direktvermarkter oder vergleichbarer Leitlinien zur Sicherung der Lebensmittelhygiene
  • Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist ebenso verboten wie die Ausbringung von industriellem, gewerblichem oder kommunalem Klärschlamm.

Haben Sie noch Fragen zu den Nutzungsbedingungen? Gerne gibt Ihnen für Ihre Region zuständige Mitgliedsorganisation der Fördergemeinschaft weitere Auskünfte.